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Der Gott des Gemetzels
Blu-ray erhältlich ab dem 10.05.2012 in Deutschland Freigabe 12 (DE) Laufzeit ca. 80 Min.
zum Film
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Bewertung
Film:
4,50 von 5,0
 
Medium:
3,75 von 5,0
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M.Kethler, 16.05.2012
 
Film:
4,5 von 5,0 
Bild:
4,0 von 5,0 
Ton:
3,5 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: "Der Gott des Gemetzels" vom Roman Polanski ist bestes Schauspielerkino und ein schlichtes aber doch irgendwie geniales Kammerspiel, das trotz seines begrenzten Spielraums von seinen exzellenten Darstellern zielsicher ins zivilsierte Fiasko getragen wird. Polanski ist es gelungen einen durchaus anspruchsvollen Film zu schaffen, der aber dennoch leicht zu verdauen ist und niemanden überfordert. So bekommt jeder was zum Lachen und zum Fremdschämen serviert und wird ohne großen Firlefanz locker unterhalten.

Herzstück des Films sind die teilweise recht bösen Dialoge und verbalen Schlagabtausche. Hier wird keine Satz und kein Wort einfach nur so ausgesprochen. Jede Zeile hat eine besondere Bedeutung, die das Gespräch auf eine neue Ebene führt und die Eskalation der Situation voranschreiten lässt. Nach einem bedächtig unschuldigen wirkenden Anfang, wird die zivilisierte Fassade recht schnell abgelegt. Allerdings hält sich die tiefensoziologische Nabelschau in Grenzen, der Film setzt hier mehr auf Situationskomik und einen Schuss bitterböse Satire und vermittelt nicht den Eindruck ein akademisches Lehrstück zu sein. Hier und da wird ein wenig gebohrt, so dass der Film durchaus als Gesellschaftskino betrachtet werden kann - mehr aber auch nicht. Er will unterhalten und nicht belehren. Hierbei lebt der Film auch von seiner jederzeit wahrnehmbaren unangenehmen, teilweise peinlichen Stimmung und einen Hauch von Aggressivität. Hierin liegt aber auch die einzige Schwäche des Films. Viele Szenen, aber auch die ganze Situation selbst, wirken aufgesetzt und konstruiert. Auch wenn der Film nicht einmal 80 Minuten geht, wird hier ein Diskurs in die Länge gezogen, der in der Realität wohl um einiges früher abgebrochen worden wäre. Hier nimmt sich dann Polanski im Zusammenspiel mit seinem Medium Film die Möglichkeit heraus, das Szenario durch viele aber teilweise irrsinnige Wendungen am Leben zu halten. Trotz des künstlichen Beigeschmacks gelingt dies Polanski aber sehr gut und so hat der Film seine ganz besondere Eigendynamik, die es eben nur im Kino zur Unterhaltung gibt.

Für die überzeugende Darstellung der amüsanten Streitigkeiten, der machohafte Allüren und des weibischen Gezickes sorgt ein erstklassiges Ensemble mit Jodie Foster, Kate Winslet, John C. Reilly und Christoph Waltz. Hier steht kaum einer dem anderen nach, wobei eventuell Christoph Waltz als bornierter Anwalt mir persönlich am besten gefallen hat.



Bild: Die Bildqualität der Blu-ray hinterlässt einen ansprechenden Eindruck. Da der Film nur in Innenräumen spielt, kommt der Ausleuchtung der Bilder eine wichtige Rolle zu. und hier besticht die Blu-ray mit klaren und kontrastreichen Bildern, die nie zu hell oder zu dunkel sind. Die Bildschärfe ist durchgehend gut bis sehr gut. Details und feine Texturen werden differenzierend dargestellt. Die Farben sind etwas zurückhaltender, einzelne Details, wie ein bunter Blumenstrauß oder roter Lippenstift werden dagegen kräftig dargestellt. Unterm Strich kann man sagen, dass die Blu-ray die Atmosphäre des Films auf bestmögliche Weise einfängt.

Ton: Die Blu-ray ist jeweils mit einem recht ungewöhnlichen 5.0 DTS-HD MA Track in Deutsch und Englisch ausgestattet. Da der Film nur in einem Innenraum spielt, gibt es so gut wie keine Surroundaktivitäten, von der sanften Musikeinspielung einmal abgesehen. Für den Film selbst sind die Qualitäten des Tracks aber absolut ausreichend. Die Dialoge sind sehr klar und sehr sauber zu verstehen und beschäftigen eigentlich nur den Frontbereich, vornehmlich den Center.



Fazit: Anspruchsvoll und dennoch recht locker leicht präsentiert sich Polanskis Adaption des gleichnamigen Theaterstücks "Der Gott des Gemetzels". Mit einem tollen Ensemble werden nahezu alle Zuschauergruppen in diesem perfekt inszenierten Kammerspiel bestens unterhalten, auch wenn das Grundgerüst des Films ein wenig zu konstruiert daherkommt. Wenn auch nicht übermäßig tiefsinnig, so wird in den knapp 80 Minuten doch einiges an bösen Humor und Dialogen geboten.
 
Testequipment:
Projektor: Sony VPL VW 60
Blu-ray: Philips BDP-9600 (Vers. 1.62)
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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