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Drive
Blu-ray erhältlich ab dem 29.06.2012 in Deutschland Freigabe 18 (DE) Laufzeit ca. 101 Min.
zum Film
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Bewertung
Film:
4,67 von 5,0
 
Medium:
4,58 von 5,0
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M.Kethler, 25.06.2012
 
Film:
5,0 von 5,0 
Bild:
4,5 von 5,0 
Ton:
4,5 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: Im Zeitalter schneller Schnitte und Kamerafahrten ist "Drive" mit seiner über weite Strecken ruhigen und stimmungsvollen Machart eine mehr als eine willkommene Abwechslung im Genre-Allerlei. Ein Film über einen namenlosen und wortkargen Driver, der teilweise erbarmungslos brutal ist, dann aber auch wieder unglaublich sanft und sensibel daherkommt. "Drive" verbindet hier die Elemente eines knallharter Actionthrillers mit denen einer zarten Liebesgeschichte. Visuell zitiert der Film die großen Auto-Actionklassiker der Siebziger und Achtziger Jahre wie "Bullit" oder "Fluchtpunkt San Francisco". Dazu vereint der Film noch Elemente des Film Noir und einem Mix aus Programmkino und B-Movies. Allein schon die sensationelle Einstiegsequenz des Films gehört zum Besten, was man in den letzten 20 Jahren im Kino gesehen hat. Nicht jeder mag mit der ruhigen und stark reduzierten Machart des Films am Ende vollauf glücklich sein. Die Anfangssequenz wird aber genauso haften bleiben, wie der extrem stimmige Soundtrack. Ich habe selten zuvor einen Film gesehen, bei dem der fesselnde Soundtrack so perfekt zur Handlung und Stimmung des Films passt, wie in "Drive". Jeder Ton, jeder Song sorgt für eine besondere, einzigartige Atmosphäre und untermalt so die zahlreichen wortkargen Momente auf beeindruckende Weise. So wartet der Film von Nicolas Winding Refn teilweise mit magischen Kinomomenten auf, die man so schnell nicht vergessen wird. Neben der visuell und musikalisch atemberaubenden und inhaltlich entschlossenen Anfangssequenz zu den Klängen von Cliff Martinez, hat mich besonders die Szene beeindruckt, wo der Driver mit der aufgesetzten Maske zu den Klängen von Katyna Ranieri "Oh My Love" in Zeitlupe durchs Fenster auf den Mafiosi Nino schaut. Das ist für mich persönlich Kino in Perfektion.

Überhaupt wirken nahezu alle Bilder perfekt durchgestylt. Wunderbare nächtliche Stadtbilder, beeindruckende Perspektiven und lange Einstellungen ohne jegliche Hektik beim Schnitt sorgen für eine stimmige Atmosphäre, mit der die reduzierte Machart des Films bestens unterstützt wird. Die reduzierte, beinahe schon minimalistische Machart, dürfte aber nicht jedermanns Geschmack sein. Wie schon bei seinem vorherigen Film "Walhalla Rising" setzt Regisseur Nicolas Winding Refn mehr auf ausdrucksvolle Bilder als auf unendliche Dialoge oder Action. Die wenige Dialoge sind dafür aber nicht weniger gelungen. Seine Hauptfigur spricht nur das nötigste - vermittelt aber so alles was man wissen muss? Ein stiller Antiheld in der Tradition der besten Clint Eastwood Filme. Es sind die Augen, Mimiken und Regungen des Drivers, die dieser Figur die notwendige Vielschichtigkeit und Ambivalenz geben. "Drive" bietet zwar einige Paukenschläge, ist aber in erster Linie subtiles Kopfkino mit magischen Momenten. Eine absolut gelungene Inszenierung, die vor allem aufgrund des Spiels mit dem Tempo absolut überzeugt. Nachdem mit der ersten Autosequenz die besonderen Fähigkeiten des Drivers offen gelegt sind, widmet sich der Film dann erst einmal eine ganze Weile seiner sanften Liebesgeschichte. Und auch im letzten, vor Brutalität strotzenden Drittel, nimmt sich der Film immer wieder Zeit tief durchzuatmen

Mit seiner Sanftmütigkeit, aber vor allem seiner fokussierten Entschlossenheit und unbarmherzigen Brutalität erinnert der stille "Driver" hier stark an George Millers "Mad Max" Figur und in Verbindung mit seinen reduzierten Dialogen ansatzweise auch an James Camerons "Terminator". Diese gegensätzliche Figur, zwischen sanftmütigem Helden und ultra-brutalem Monster wird von Ryan Gosling einmal mehr perfekt dargestellt. Er spielt den Driver so fokussiert, konzentriert und entschlossen, dass er selbst in seiner reduzierten Art, hier noch seine zitierten Genrevorbilder Steve McQueen in "Bullit" und Mel Gibson" in "Mad Max" darstellerisch übertrifft. Aber auch die anderen Darsteller wie Carey Mulligan, Albert Brooks, Bryan Cranston oder Ron Perlman agieren hier auf höchstem Niveau.



Bild: Die wundervollen und atmosphärischen Bilder des Films kommen durch die sehr ansprechende Bildqualität der Blu-ray voll zur Geltung. Besonders gefällig sind zunächst einmal die sehr gute Bildschärfe und die vorbildliche Darstellung von Details und feinen Texturen. Neben den Nahaufnahmen überzeugen hier auch die nächtlichen Panoramaaufnahmen. Die Bilder sind bei die jeder Tag- und Nachtzeit einfach blendend aus. Zudem wirken die meisten Szenen kontrastreich und weisen eine gute Dimensionalität auf. Außer einer minimalen Körnung ist das Bild frei von jeglichem Rauschen oder sonstigen auffälligen Bildfehlern. Die Farben werden kräftig und lebendig dargestellt, weisen manchmal aber ein rötlichen oder grünlichen Grundton auf.

Ton: Die Blu-ray ist jeweils mit einer deutschen und einer englischen 5.1 DTS-HD MA Tonspur ausgestattet. Aufgrund seiner minimalistischen Machart fällt die Räumlichkeit des Tracks nicht sonderlich spektakulär aus. Viele Szenen laufen primär über den Frontbereich ab. Trotzdem bewegt sich der Originaltrack auf einem sehr hohen Niveau. In Verbindung mit dem sehr gut abgemischten Soundtrack weist die englische HD-Tonspur viele Qualitäten auf. Hier fällt besonders die kräftige Basswiedergabe in einigen Szenen auf. Auch hinsichtlich Dynamik lässt der Track kaum Wünsche offen. Und auch Dialoge werden sehr schon klar und präzise mit bester Verständlichkeit wiedergegeben.



Fazit: Ein visuelles und stimmungsvolles Meisterwerk mit Klassiker-Potential. Ein Auto-Actionfilm im Arthausgewand. Inhaltlich ist der Film zwar letztlich nicht ganz so gehaltvoll, wie er vorgibt, dennoch ist der "Driver" vielschichtig und ambivalent genug, um auch inhaltlich zu überzeugen. Hier stehen die Figuren und ihre Absichten im Vordergrund und nicht die Action. Die wenigen aber exzellenten Dialoge, der geniale Soundtrack und das exzellente Darstellerensemble tragen ebenfalls Ihren Teil zum Gelingen des Films bei. Die ausgeprägte Brutalität im letzten Drittel kann man sicherlich diskutieren. Der reduzierte und minimalistische Erzählstil dürfte dagegen nicht jedermanns Sache sein und eher anspruchsvollere Cineasten ansprechen. Vor allem die Anfangssequenz bietet eine perfekte Symbiose aus Bild und Ton für jede anspruchsvolle Heimkinoanlage auf Referenzniveau.
 
Testequipment:
Projektor: Sony VPL VW 60
Blu-ray: Philips BDP-9600 (Vers. 1.63)
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
Filmfreak4, 05.02.2013
 
Film:
4,0 von 5,0 
Bild:
5,0 von 5,0 
Ton:
5,0 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:
Filmfreak4 hat noch keine Kritik geschrieben.
nsprenger, 04.06.2012
 
Film:
5,0 von 5,0 
Bild:
4,5 von 5,0 
Ton:
4,0 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:
nsprenger hat noch keine Kritik geschrieben.
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