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Das gibt Ärger
Blu-ray Blu-ray + DVD + Digital Copy erhältlich ab dem 06.07.2012 in Deutschland Freigabe 12 (DE) Laufzeit ca. 97 Min.
zum Film
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Bewertung
Film:
3,50 von 5,0
 
Medium:
4,00 von 5,0
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M.Kethler, 04.06.2012
 
Film:
3,5 von 5,0 
Bild:
4,0 von 5,0 
Ton:
4,0 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: Aufgrund des sehr stark auf Mainstream gebügelten Trailers waren meine Erwartungen bezüglich "Das gibt Ärger" von Joseph McGinty Nichol eher gebremst. Doch obwohl der Film in der Tat sehr stark auf ein breites Publikum ausgerichtet ist und auch gleich mehrere Genres zu bedienen versucht, hat mich der Film trotz seiner vielen inhaltlichen Mängel ganz gut unterhalten. Wenn man darüber hinwegsehen kann, dass sich dieser Zwitter aus Action- und Romantikkomödie, angereichert mit den Elementen eines Agentenfilms und eines Buddy-Movies, allein an den branchenüblichen Gepflogenheiten und Allgemeinplätzen orientiert und man nicht zu erwartungsvoll in die Story einsteigt, dann verschafft einem der Film doch irgendwie am Ende ein gutes Gefühl. Das liegt an ein paar halbwegs humorvollen Szenen und vor allem an der guten Chemie der durchweg sympathischen aber teilweise unterforderten Darsteller.

Auf der anderen Seite bietet der Film ausreichend Angriffspunkte, um das Werk komplett zu zerreißen. Die Inszenierung ist insgesamt doch eher mau, das vielfältige Potential der Grundidee wird meistens nicht annähernd ausgeschöpft. Die Story ist letzten Endes doch ziemlich dünn und die Zeichnung der Figuren bleibt sehr oberflächlich. Besonders aufmerksamen Cineasten wird zudem nach spätestens 10 Minuten klar sein, welche der beiden männlichen Hauptfiguren, dargestellt von Chris Pine und Tom Hardy, am Ende mit Reese Witherspoon zusammenkommen wird. Dazu kommt noch ein Bösewicht (Til Schweiger), denn man kaum wahr oder auch ernst nimmt. In der Summe ergeben die zahlreichen Mängel üblicherweise einen klassischen Flop-Kandidaten. Aber wie schon eingangs erwähnt, schafft es "Das gibt Ärger" irgendwie bis zum Schluss sympathisch und kurzweilig zu bleiben. Dazu kommen noch ein paar saubere aber leicht überkandidelte Actioneinlagen. Überhaupt haben die Macher den Film recht vielfältig durchgestylt. Visuell ist der Film auf jeden Fall beeindruckender als inhaltlich.

Die darstellerischen Leistungen gehen für einen Film dieser Art in Ordnung. Der "Warrior" Tom Hardy spielt seinen Part etwas charismatischer und glaubwürdiger als der Star Trek Commander Chris Pine. Dessen Wandlung vom oberflächlichen Womanizer zum verliebten Romantiker wirkt etwas überhastet und plump. Für die Auslegung seiner Rolle kann aber Chris Pine nichts, auch er kann trotzdem ausreichend Sympathiepunkte für sich verbuchen. Reese Whiterspoon scheint sich mehr und mehr dem seichten Unterhaltungskino hinzugeben. Wie schon in "Woher weißt Du, dass es Liebe ist" muss sie sich als Single zwischen zwei grundsätzlich verschiedenen Männern entscheiden. Trotz einiger Ecken und Kanten agiert die zierlichen Blondine grundsymphatisch. Darstellerisch bleibt die Oscarpreisträgerin jedoch unterfordert. Til Schweiger wird in seiner mit wenigen Szenen angelegten Rolle als German Schurke Heinrich nicht überfordert und kommt wie üblich mit einer Mimik aus. Im Universum der Filmschurken muss er sich aber sicherlich ziemlich weit unten einordnen lassen.



Bild: Für einen modernen Blockbusterfilm bietet die Blu-ray ein wirklich gutes Bild - aber kein herausragendes. Die Bildschärfe ist durchweg gut bis sehr gut. Details und feine Texturen werden ebenfalls sehr ansehnlich dargestellt. Der Look wirkt manchmal ein wenig unnatürlich, weil die Farben hier und da etwas übersättigt aussehen und die Kontraste stark angehoben wurden. Da wirken gerade die Gesichter nicht immer ganz normal. Davon einmal abgesehen, werden aber viele andere Dinge mit kräftigen und lebendigen Farben wiedergegeben. So sorgt Reese Whiterspoon mit ständig neuer und farbenfroher Garderobe für Abwechslung.

Ton: Die Blu-ray von Fox wurde mal wieder nur mit einer 5.1 DTS Tonspur hinsichtlich der deutschen Sprachfassung ausgestattet. Die englische Originalfassung kann man dagegen als 5.1 DTS-HD MA Track genießen. Der Mix bietet zahlreiche Qualitäten, bietet aber ebenso wie das Bild keine herausragenden Vorzüge. Der Track ist mit einer ordentlichen Dynamik ausgestattet. Der Klang ist grundsätzlich klar und präzise und auch die Dialoge sind bestens zu verstehen. In vielen Szenen wird auch eine ansprechende Räumlichkeit geboten. Und so ist der Track durchweg auf einem hohen Niveau, es gibt nur einfach keine Szene von der man in besonderer Weise angetan ist.



Fazit: "Da gibt Ärger" ist eine kurzweilige und sympathische Actionkomödie mit Spy-Touch, von der man nicht zu viel erwarten darf und bei der man die Bereitschaft mitbringen muss, über die zahlreichen Mängel hinwegzusehen. Gerade als seichter Unterhaltungsfilm zu zweit kann man den Film durchaus in Erwägung ziehen, weil sich Action und Romantik in etwa die Waage halten und das Ganze noch mit einem Hauch Humor angereichert ist. Wer sich dagegen von vornherein mit Mainstreamfilmen und Genremixes, die am Ende keinen Genre richtig gerecht werden, sowieso nicht anfreunden kann, der kann hier gleich einen großen Bogen um den Film machen.
 
Testequipment:
Projektor: Sony VPL VW 60
Blu-ray: Philips BDP-9600 (Vers. 1.62)
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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