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The Hunter
Blu-ray erhältlich ab dem 24.07.2012 in Deutschland Freigabe 12 (DE) Laufzeit ca. 102 Min.
zum Film
Cover
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Bewertung
Film:
3,50 von 5,0
 
Medium:
3,75 von 5,0
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M.Kethler, 25.07.2012
 
Film:
3,5 von 5,0 
Bild:
3,5 von 5,0 
Ton:
4,0 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: "The Hunter" ist ein überraschend spannend und unterhaltsamer Öko-Thriller, der inmitten der Wildnis Tasmaniers spielt und sich näher mit dem Thema "Gen-Technik" auseinandersetzt. Hier greift der Film viele interessante Fragen auf, die er aber letztlich nur sehr oberflächlich abarbeitet. So ist "The Hunter" durchaus ein spannender Abenteuerfilm mit teilweise schönen Landschaftsaufnahmen, hat aber inhaltlich nicht ganz den tiefsinnigen Anspruch, den er durchaus haben könnte. Wäre der Film hier ein wenig stärker auf seine interessanten und teilweise unbequemen Fragen eingegangen, dann wäre "The Hunter" vielleicht sogar ein wichtiger und weitaus mehr beachteter Film geworden. Die fehlende Konsequenz sollte aber niemanden davon abhalten sich diesen Film anzuschauen. Denn auch in dieser etwas oberflächlichen Form hat der Film einiges zu bieten und dürfte gerade so manchen Genreliebhaber positiv überraschen. Wenn der wie üblich überzeugend agierende William Dafoe in der tasmanischen Wildnis ein vermeintlich ausgestorbenes Tier verfolgt, dann hat das ganze durchaus seine packenden aber auch nachdenklichen Momente. Dabei bezieht der Film aber auch nie so richtig Stellung. Er überlässt es seinen Zuschauern, was falsch und was richtig ist, genauso wie die Frage nach Gut und Böse. Zumindest macht der Film deutlich, dass es für jedes Problem mehrere und oftmals sehr unterschiedliche Sichtweisen gibt. Hier sind es zum Beispiel auf der einen Seite die Umweltschützer, die um den Erhalt der tasmanischen Wälder kämpfen, während es den Holzfällern um ihre Existenzen und die einzigen Jobs meilenweit geht. Aber wie alle anderen Fragen wird auch dieses Thema lediglich angedeutet, eine kritische Auseinandersetzung damit findet nicht statt.

Stattdessen rückt zwischen den Jagdausflügen etwas überraschend eine Art Beziehungsgeschichte in den Vordergrund, während der Jäger sich bei einer vaterlosen Familie einrichtet. Dieser Beziehungspart bremst natürlich den Abenteuerteil ein wenig aus, weiß aber dennoch aufgrund der guten Darsteller zu gefallen. Dies gilt vor allem für die beiden Kinder. Für einen echten Charakterfilm werden die Figuren aber nicht ausreichend ausgefeilt. Das alles tut der Spannung kaum einen Abbruch. Diese lebt ohnehin bis zum Schluss von der spannenden Frage, ob der Jäger einen der seit 1936 als ausgestorben geltenden Tasmanischen Tiger findet oder nicht. Von einigen etwas actionreichen Szenen abgesehen, ist der Film von seiner Machart her eher etwas ruhiger inszeniert, lässt so aber einiger Szene etwas länger wirken.



Bild: Die teilweise sehr schönen Landschaftsaufnahmen werden von der Blu-ray in einer ansehnlichen Bildqualität wiedergegeben, die aber hier und da ein paar Schwächen aufweist. Zunächst einmal ist das Bild von einer erkennbaren Körnung geprägt. Diese wirkt zwar nie störend, für Liebhaber von klinisch sauberen HD-Bildern könnte die Körnung aber schon etwas zu intensiv sein. Ein weiteres Merkmal ist die sehr kühle Farbgebung des Films, bei dem bläuliche und graue Töne überwiegen. In Verbindung mit einem manchmal leicht aufgehellten Bild, sehen diese dann schon fast ein wenig verwaschen aus. Das mag optisch vielleicht Geschmackssache sein, trägt aber doch zur melancholischen Atmosphäre des Films bei. Auf der anderen Seite wirken gerade die aufgehellten Bilder oftmals etwas flach. Die Bildschärfe ist gut bis sehr gut. Die Darstellung von Details ist solide.

Ton: Die Blu-ray ist jeweils mit einer deutschen und einer englischen 5.1 DTS-HD MA Tonspur ausgestattet. Die von mir getestete englische Version hinterlässt einen ansprechenden Eindruck. Bei den wenigen actionreicheren oder lauteren Szenen (z.B. bei Gewehrschüssen) zeichnet sich der Track durch eine exzellente Dynamik und einen aggressiven Klang aus. Auch hinsichtlich der Räumlichkeit bietet der Track reichlich Abwechslung. Auch in den vielen ruhigen Szenen, kann man fast durchweg irgendwelche Geräusche im Umfeld wahrnehmen. Allerdings könnten diese manchmal eine Spur intensiver sein. Die Dialoge sind sehr klar und präzise zu verstehen.



Fazit: "The Hunter" ist deutlich besser und spannender als viele andere Filme, die mit großem Aufwand auf sich aufmerksam machen. "The Hunter" ist zwar leider kein großer, wichtiger oder wirklich tiefsinniger Film geworden, aber einer der auf mehr als durchschnittliche Weise Spannung und Unterhaltung bietet. Dazu gibt es noch einen gut aufgelegten William Dafoe und viele schöne Landschaftsaufnahmen. Insgesamt ein stimmiger Film, dem man seine etwas zu oberflächliche Sicht der Dinge verzeihen kann. Klare Empfehlung.
 
Testequipment:
Projektor: Sony VPL VW 60
Blu-ray: Philips BDP-9600 (Vers. 1.62)
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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