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Camelot
Blu-ray erhältlich ab dem 08.06.2012 in Deutschland Freigabe 16 (DE) Laufzeit ca. 500 Min.
zum Film
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Bewertung
Film:
3,00 von 5,0
 
Medium:
4,00 von 5,0
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M.Kethler, 09.06.2012
 
Film:
3,0 von 5,0 
Bild:
4,0 von 5,0 
Ton:
4,0 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: In Zeiten in denen Fantasy-Serien und Filme gut laufen, verwundert es nicht, dass auch die Artussage eine Neuauflage erfährt. In einer 10-teiligen US-Serie, die nach der ersten Staffel gleich wieder abgesetzt wurde, bekommt der Zuschauer zunächst mal oberflächlich all das geboten was eine Fantasy-Serie ausmacht: Kräftige Schwertkämpfer, gute und böse Zauberer, ein düsteres Zeitalter, geheimnisvolle schwarze Wölfe, finstere Rituale, schöne Frauen, ein paar freizügige Sexszenen, ein paar Stars (Joseph Fiennes, Eva Green) und nicht zuletzt eine bewährte Geschichte. Doch schon mit der ersten Folge wird klar, dass der Mix hier nicht so ganz funktioniert. Herausgekommen ist eher eine durchschnittliche TV-Version, die allenfalls Genrefans unterhalten dürfte. Das Hauptproblem ist dabei in erster Linie die gute Seite. Ich bin normalerweise immer für die gute Seite, aber hier habe ich mir zum ersten Mal gewünscht, dass die guten so richtig platt gemacht werden. Stereotype Ritter ohne Profil und dazu ein von Jamie Campbell Bower gespielter junger König, der den meisten Zuschauern ziemlich schnell auf die Nerven gehen iwrd. Die einzige Figur, die auf der guten Seite ein wenig herausragt und interessant wirkt ist Merlin (Joseph Fiennes). Aber da sind wir schon beim zweiten großen Problem. Das große Magierduell "Gut" gegen "Böse" beschränkt sich über die 10 Folgen auf ein absolutes Minirepertoire an magischen Fähigkeiten. Fast hat man das Gefühl, das hier so mancher Kindergeburtstag mehr zu bieten hat. Vielleicht lag es daran, dass Merlin ständig betonte, dass die Zauberei kostet. Meine er damit vielleicht, dass Zaubertricks aufgrund des Budgets gestrichen wurden? So beschränken sich die Fähigkeiten der bösen Morgana (Eva Green) auf dreimal Gestaltenwandlung und Merlin deutet zweimal an, dass er was von der Magie der Elemente versteht. Aber wie gesagt, das Zaubern kostet und so beschränken sich beide Magier ansonsten auf Andeutungen, ein paar Weisheiten und gehaltlosen Gerede. Hier verschenkt die Serie einfach enorm viel an Potential, denn eigentlich sind die beiden unterschiedlichen Magier die interessantesten Figuren dieser Artus-Variante. Fast alle anderen Figuren der Serie sind uninteressant und Schauspielern dazu auch noch mäßig. Da ist man beim Casting offensichtlich sehr großzügig bei der Vergabe der Rollen gewesen.

Allenfalls die Frauenfiguren beleben die Szenerie ein wenig. Claire Forlani gibt für eine TV-Serie eine passable und würdige Königin Igraine, Tamsim Egerten eine verführerische Guinevere und Sinead Cusack eine durchtriebene Nonne mit finsteren Geheimnissen, denen man durch die Absetzung der Serie auch nicht mehr auf die Spur kommen wird. Allen voran Eva Green präsentiert sich zudem sehr zeigefreudig und auch Tansim Egerten und Claire Forlani dürfen sich freizügig vor der Kamera präsentieren. Bei den männlichen Darstellern gefällt allenfalls noch James Purofoy als König Lot, aber der muss schon nach drei Folgen sterben.

Ein weiteres Ärgernis sind die wenigen aber dafür langweiligen Kämpfe. Die paar Ritter von Artus haben trotz zahlenmäßig deutlicher Unterlegenheit in jedem Gefecht so souverän die Oberhand, dass es einfach kein Spaß macht dem Treiben zuzuschauen. Die Artus-Ritter sind wie die vorzeitlichen "Avengers", während die Gegner in ihrer Dummheit und kämpferischen Unzulänglichkeit an die typischen Wehrmachtsoldaten in amerikanischen Kriegsfilmen der 50er und 60er Jahre erinnern. Wer diese Filme nicht kennt, der kann als Vergleich auch ein Fußballspiel des FC Barcelona (Artus und seine Ritter) gegen FC Meuselwitz (die Bösen) heranziehen. Nicht jede Serie muss sich in dieser Hinsicht mit "Game of Thrones" messen lassen. Aber die in Camelot gebotene Kämpfe machen einfach kein Spaß.



Bildqualität: Im Gegensatz zu anderen aktuellen Fantasy- oder Altertumsserien wie "Game of Thrones" oder "Spartacus" verzichtet man in "Camelot" auf einen eigenständigen finsteren Look. Stattdessen gibt sich das Bild relativ natürlich und die Blu-ray punktet auch mit einer guten Bildqualität. Die Bildschärfe bewegt sich auf einem guten bis sehr guten Niveau und auch die Darstellung von Details und feinen Texturen ist sowohl im Nah- wie im Fernbereich ansehnlich. Die Natürlichkeit des Bildes ist vor allem durch die natürlichen aber kräftigen Farben geprägt. Dick aufgetragene knallrote Blutszenen wird man hier nicht finden. Der Schwarzwert ist bei den recht häufigen eher dunkleren Szenen ordentlich.

Ton: Die Blu-ray ist jeweils mit einer deutschen und einer englischen 5.1 DTS-HD MA Tonspur ausgestattet. Ich persönlich habe der Originalfassung wegen der schönen englischen Dialekte den Vorzug gegeben. Im Vergleich zu anderen Serien des Genres fällt der Ton relativ unspektakulär aus. Man kann aber dennoch regelmäßig irgendwelche Umgebungsgeräusche wahrnehmen. Die wenigen Schlachten beleben die Szenerie zwar auch, hier ist man aber von anderen Filmen und Serien einfach mehr Spektakel und damit Leben auf allen Kanälen gewöhnt. Die wenigen Schwerter und Pfeile sind aber klanglich gut umgesetzt. Auch wenn mal ein großes Tor geöffnet werden muss oder die Pferde durch Bild traben, dann ist der Ton zur Stelle. So kann der Track zwar nicht so auffällig brillieren, wie andere aktuelle Werke, wird aber dem gebotenen vollauf gerecht. Auch die Dialoge werden sauber und gut verständlich wiedergegeben.



Fazit: Die TV-Serie "Camelot" bietet durchaus ein wenig Spannung und drei recht ansehnliche und ab und an auch freizügige weibliche Figuren. Ansonsten wird aber viel Potential links liegen gelassen. Allen voran die Kämpfe und Magiemöglichkeiten bleiben hinter den Erwartungen zurück. So muss man unterm Strich auch als Genrefan viele Abstriche machen, man kann sich aber mit der Serie und seinen Intrigen arrangieren. Ein paar bessere Darsteller, vor allem ein interessanter König Artus, mehr Magie und etwas mehr Liebe zum Detail hätten der Serie aber ganz gut getan.
 
Testequipment:
Projektor: Sony VPL VW 60
Blu-ray: Philips BDP-9600 (Vers. 1.62)
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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