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Liebe zwischen den Meeren
Blu-ray erhältlich ab dem 02.02.2017 in Deutschland Freigabe 12 (DE) Laufzeit ca. 133 Min.
zum Film
Cover
Bewertung
Film:
4,00 von 5,0
 
Medium:
4,50 von 5,0
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M.Kethler, 15.02.2017
 
Film:
4,0 von 5,0 
Bild:
4,5 von 5,0 
Ton:
4,5 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: "Liebe zwischen den Meeren" ist die Verfilmung eines Dramas, das auf den gleichnamigen Roman von M.L. Stedman basiert. Der Kriegsveteran Tom Sherbourne (Michael Fassender) versucht mit seiner Frau Isabel (Alicia Vikander) auf einer einsamen Insel als Leuchtturmwärter die grausamen Erlebnisse des 1. Weltkrieges zu vergessen. Nach zwei Fehlgeburten nehmen die Spannungen zwischen den beiden zu, bis eines Tages ein Boot mit einem toten Schiffbrüchigen und einem lebenden Baby auf die Insel getrieben wird. Während Isabel das Baby unbedingt behalten möchte, plagen Tom immer wieder Gewissenbisse, da irgendwo fernab der Insel eine Mutter ihr Kind vermisst ...

Trotz kleinerer Schwächen ist "Liebe zwischen den Meeren" ein durchaus gelungenes und berührendes Melodram, bei dem die schweren inneren Konflikte seiner beiden Hauptfiguren nach einer folgenschweren Entscheidung im Vordergrund stehen. Besonders gelungen ist die ruhige Entwicklung der Geschichte, die beinahe schon einen phasenhaften Charakter hat. Das funktioniert über weite Strecken sehr gut und glaubwürdig und mit dem zunehmenden Konflikt steigt auch die Spannung. Leider verlässt den Film dann zum Ende hin ein wenig der Mut und man bewegt sich mehr und mehr in Richtung einer konservativen Rosamunde-Pilcher-Verfilmung. Trotz der vielen träumerischen Landschaftsbilder, den kitschigen Sonnenuntergängen, dem Rauschen des Meeres und der manchmal etwas dicker aufgetragenen Filmmusik, gelingt es dem Film aber genau dies vorher weitestgehend zu vermeiden. Umso ärgerlicher ist es dann, dass man zum Ende hin den Zuschauer dann doch ein wenig in schwulstiger und vorhersehbarer Weise einlullt. Spätestens der großväterliche Ritt mit der Enkeltochter lässt den Film kippen und etwas verlogen wirken.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das etwas eindimensionale Frauenbild das hier gezeichnet wird. Der tragische Charakter von Isabel verliebt sich ohne Umschweife in den fremden Kriegsveteran und fortan wird alles ihrem Kinderwunsch unterstellt. Von diesem Wunsch abgesehen, vermittelt der Film keine weiteren Facetten des Charakterbildes der jungen Frau. Alica Vikander spielt die junge Frau genauso aufopferungsvoll wie überzeugend, ist aber durch die Eindimensionalität ihrer Figur ebenfalls eingeschränkt. Auch aus diesem Grund kann sich Michael Fassbender hier noch besser und eindrucksvoller in Szene setzen.

In einigen Passagen weist der Film eine gewisse Kargheit an Dialogen auf, gepaart mit längeren Landschaftseinstellungen. Aus diesem Mix können sich für weniger affine Zuschauer möglichweise ein paar Längen entwickeln. Insgesamt sind es aber letztlich die beiden exzellenten Hauptdarsteller die den Film zusammen mit den kraftvoll-schönen Landschaftsbilder trotz der Schwächen sehenswert machen. Das reicht ingesamt gerade noch für einen vierten Stern.



Bild: Die Bildqualität der Blu-ray ist über weite Strecken sehr gut. Besonders gelungen sind die vielen schönen und kraftvollen Landschaftsaufnahmen, die auf der Blu-ray einen sehr authentischen und lebendigen Eindruck hinterlassen. Von einzelnen etwas flacher wirkenden Szenen abgesehen, bewegt sich die Bildschärfe auf einem hohen Niveau. Gleiches gilt für die Darstellung von Details, die allerdings bei einigen dunkleren Szenen etwas nachlässt. Die Kontraste sind in der Regel gut ausgewogen, allerdings schwächelt vereinzelt der Schwarzwert. Der Film arbeitet stellenweise mit Stilmitteln und setzt so auch auf leicht desaturierte Farben.

Ton: Die Blu-ray ist jeweils mit einer deutschen und einer englischen 5.1 DTS-HD-HR Tonspur ausgestattet. Das englische Original hinterlässt einen insgesamt sehr stimmigen und harmonischen Eindruck. Die raue Umgebung der Natur wird hier in fortlaufender Weise eindrucksvoll und authentisch über alle Kanäle mit der entsprechenden Präsenz dargestellt. Gerade die Klänge von Wind und Wasser gefallen mit Intensität und Direktionalität. Stets präsent ist auch die stimmige Filmmusik. Die Dialoge sind jederzeit bestens zu verstehen.



Fazit: "Liebe zwischen den Meeren" macht über weite Strecken vieles richtig und gefällt vor allem aufgrund seiner beiden exzellenten Hauptdarsteller und der kraftvoll-schönen Landschaftsbilder. Zum Ende wird der Film jedoch leider in unnötiger Weise kitschiger und manipulativer. Dadurch ist "Liebe zwischen den Meeren" zwar keineswegs herausragend, aber trotzdem noch rührend und sehenswert und der ein oder andere sollte wohl zur Sicherheit ein Taschentuch parat halten. Ein gewisse Affinität für romatisch angebauchtes Melodram ist hier aber sicherlich von Vorteil.
 
Testequipment:
Projektor: JVC DLA X5000
Blu-ray: Panasonic DMP-UB900 UHD
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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